Tlf. (+34) 91 519 92 65
Área de Clientes
Tlf. (+34) 91 519 92 65
Área de Clientes

Wo ist nur die Zeit geblieben?

von | Jul 9, 2019 | Blog | 0 Kommentare

Mal ganz abgesehen davon, dass man sich mit zunehmendem Alter immer häufiger diese Frage stellt, ist sie auch aus dem täglichen Leben einfach nicht wegzudenken. Wie oft werden wir das Gefühl nicht los, dass uns die Zeit wegrennt und wir einfach nicht mehr hinterherkommen? Gerade für Freelancer, die meistens von der Werbung, Kundengewinnung und -betreuung über die eigentliche Umsetzung des Auftrags bis hin zu verwaltungstechnischen Angelegenheiten ihrer Tätigkeit alles in Personalunion stemmen müssen, ist also ein effizientes Zeitmanagement geradezu überlebenswichtig.

Hier sind drei Anregungen, die helfen können, unsere Zeit besser zu nutzen, Stress und Druck weitmöglichst zu vermeiden und uns nicht zuletzt auch einfach besser, motivierter und entspannter zu fühlen.

  • Gut organisiert ist halb gewonnen

Auf den ersten Blick erscheint ein Plan vielleicht als Mehraufwand, denn die Erstellung eines Planes erfordert Zeit und Arbeit. Im Nachhinein ersparen wir uns jedoch einiges an Stress, denn wir können vorhersehbare Arbeiten (langfristige Projekte, Newsletter und Blogeinträge zu vorher bekannten Themen usw.) rechtzeitig beginnen und in etwas ruhigeren Zeiten vorarbeiten. Das kommt einerseits der Qualität der Texte zugute und lässt andererseits Freiräume für all die Aufträge, die unvorhergesehen und mit den allseits beliebten ASAP-Deadlines hereinkommen. 

Ob man seine Planungen mit den dazugehörigen Checklisten am Ende auf Papier oder zum Beispiel im Google Calendar oder auch mit Trello erstellt, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig für den Kopf ist, dass man die Möglichkeit hat, erledigte Aufgaben auf der Checkliste durchzustreichen oder abzuhaken. Man muss immer sehen können, was man geleistet hat und was noch zu tun ist. Vorteil der kleinen Notizzettelchen, man kann sie so schön genüsslich zusammenknüllen und in den Papierkorb kicken, wenn man mit der Arbeit fertig ist 🙂 

  • Routine schafft Ruhe (und Sicherheit)

Routinearbeiten aller Art sind nicht sehr beliebt, aber aus Erfahrung wissen wir, dass sie durch Hinausschieben auch nicht liebenswerter werden. Mein Tipp wäre, sich alle diese Arbeiten, in den meisten Fällen Verwaltungsarbeiten, in kleinen Häppchen, nach Priorität geordnet und in regelmäßigen Abständen genießbar zu machen. Das tut nicht weh, gibt uns aber ein gutes Gefühl, weil wir so wissen, dass die Dinge unter Kontrolle sind, dass nichts vergessen wird und dass wir zum geforderten Zeitpunkt fertig sein werden.

Es gibt tatsächlich Leute, die erst unter Zeitdruck so richtig zu Bestleistungen auffahren. Das lässt sich wirklich nicht bestreiten, aber es sollte keinesfalls als Ausrede für eine allgemeine Aufschieberitis (Prokrastination) herhalten, denn bei kreativen Arbeiten kann man sich am Ende niemals darauf verlassen, dass fünf vor zwölf genau der zündende Gedanke kommt, den man braucht, um diesen einen Text zu schreiben. Auch kreative Tätigkeiten wie Schreiben, Texten und Übersetzen haben immer wiederkehrende Themen, zu denen man je nach Spezialisierungsrichtung bereits in ruhigeren Zeiten vorarbeiten kann (Glossare, Wendungen oder Wortspiele, Probetexte…). Man bleibt in Form und schafft sich Vorlauf für stürmische Zeiten.  

  • Zeitdiebe

Zeit ist wirklich zu kostbar, um sie einfach so zu verplempern. Was aber vergeudete Zeit ist, darüber gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Hier wird wohl jeder seine eigenen Maßstäbe anlegen müssen. Nehmen wir als ein Beispiel unter vielen anderen die sozialen Medien. Man kann  stundenlang in Facebook, Instagram, Pinterest… unterwegs sein, ohne dass etwas dabei rauskommt, außer dass einem hinterher die Zeit für die eigentliche Arbeit fehlt. Genauso gut kann man hier aber auch Kontakte knüpfen und pflegen, Ideen und Anregungen finden oder sich für neue Projekte profilieren und sehen lassen. Im Zweifelsfalle hilft eine kleine Liste, die man einmal über einen ganzen Monat hinweg führt: Zeitaufwand – Ergebnisse. Es kann sein, dass man eine bitterböse Überraschung erlebt.

Das Gute zum Schluss: Wir selbst haben es in der Hand, wie wir mit der Zeit umgehen und ob wir sie als verloren oder gewonnen empfinden. 

Ina Kropeit