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Der Duft, den man schmecken kann

von | Mai 16, 2019 | Blog | 0 Kommentare

 

Wenn man jetzt in Deutschland durch Parks, Gartenanlagen oder Wälder am Stadtrand geht, muss man manchmal einfach stehen bleiben und ganz tief einatmen. Der Holunder blüht! Ein betörender, geradezu himmlischer Duft, der unmöglich zu beschreiben ist, aber den man, hat man ihn einmal gerochen, nie mehr vergisst. Genauso einzigartig und unverkennbar im Geschmack ist auch das Holunderblütengelee, das aus diesen herrlich duftenden Blüten gemacht wird.

Dass neben den Beeren auch die Blüten des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra) essbar sind, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Holunderblütensirup mit Sekt, einer Scheibe Limette, grüner Minze und Eiswürfeln ist zum Beispiel ein Trendgetränk und kommt auf jeder Party gut an. Ausgebackene Holunderblütendolden sind nicht nur ein origineller Augenschmaus auf jeder Tafel, sondern obendrein auch noch ein absoluter Leckerbissen. Und natürlich Holunderblütengelee, der wie gesagt, genauso einzigartig und unverkennbar schmeckt, wie die Blüten duften. In diesem Gelee lässt sich der duftig-aromatische Geschmack für das ganze restliche Jahr einfangen und konservieren.

Marmeladen, Konfitüren und Gelees selbst zu Hause herzustellen, ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden und es ist auch gar nicht so kompliziert. In früheren Zeiten galt das Einkochen, also das Haltbarmachen von Obst als einzige Möglichkeit, die Fülle an Früchten im Sommer für die Zeit des langen Winters, wenn auf Feld und Flur nichts wächst, zu nutzen. Eigentlich ist das heute gar nicht mehr erforderlich, da man praktisch zu jeder Zeit fast jede Art von Obst und Gemüse im Handel erstehen kann. Die Frage ist eben nur, ob man bereit ist, die teilweise sehr hohen Preise dafür zu entrichten oder ob man damit leben kann (und will), dass bestimmte Obst- und Gemüsesorten erst über den halben Erdball kutschiert werden, bevor sie auf unserem Tisch landen. Erntefrisches Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten oder vom Markt, am besten natürlich aus einheimischem Anbau, hat unbestreitbar einen besonderen Geschmack. Mit Sicherheit ist auch das neben dem Umweltgedanken ein Grund dafür, warum das Einkochen oder Marmelademachen trotz des vielfältigen Angebotes in den Geschäften heutzutage wieder eine Art Comeback erlebt. Und nicht zuletzt, selbst (ein)gemacht schmeckt einfach am besten!

Wer also die Blütezeit des Schwarzen Holunders von Mai bis Juli nutzen möchte, bekommt hier das Rezept für Holunderblütengelee. Es ist wirklich kinderleicht.

Man braucht 15 Blütendolden, ¾ l Apfelsaft, 1 oder 2 Päckchen Gelierzucker und eine oder zwei Zitronen. Zuerst werden die Blütendolden gewaschen und in dem dreiviertel Liter Apfelsaft eingelegt. Die Zitronen werden geschält, in Scheiben geschnitten und auf die eingelegten Holunderblüten verteilt. Man deckt die Schüssel mit den Holunderblüten und den Zitronenscheiben mit einem Leinentuch zu und lässt sie ungefähr 24 Stunden an einem kühlen Ort stehen. Danach gießt man den Inhalt der Schüssel durch ein feines Sieb, um die Blüten von der Flüssigkeit zu trennen. Dann füllt man die Flüssigkeit in einen Topf, gibt Gelierzucker dazu und kocht das Gelee nach der Anleitung, die auf der Verpackung des Gelierzuckers steht. Das fertige Gelee wird in ausgekochte (sterilisierte) Gläser gefüllt. Diese lässt man verkehrt herum stehend abkühlen. Guten Appetit! 

 

Ina Kropeit