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Anerkennung für Schreiben und Übersetzen

von | Mai 13, 2019 | Blog | 0 Kommentare

 

Am 18. Juni ist es wieder soweit und die Namen des Gewinner-Duos für den alljährlich verliehenen Internationalen Literaturpreis werden bei der feierlichen Preisverleihung auf der Dachterrasse des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin* bekanntgegeben. Das Besondere und Einzigartige an dieser Auszeichnung ist, dass mit ihr sowohl der Autor oder die Autorin eines Werkes wie auch der jeweilige Übersetzer oder die jeweilige Übersetzerin geehrt werden. „Für ein herausragendes Werk internationaler Gegenwartsliteratur und seine Erstübersetzung ins Deutsche“ wird der Internationale Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt vom HKW, einer Organisation für Kulturveranstaltungen, und der Stiftung Elementarteilchen bereits seit dem Jahr 2009 vergeben. Auf der am 6. Mai in der Berliner Buchhandlung ocelot bekanntgegebenen Shortlist für den Internationalen Literaturpreis stehen in diesem Jahr sechs Titel aus fünf Sprachen. Die spanische Sprache ist gleich zweimal vertreten. In der fast unüberschaubaren Fülle an jährlichen Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt gilt diese Liste mittlerweile auch als eine Art Empfehlungsschreiben für Bücher, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Die für den Internationalen Literaturpreis 2019 nominierten Titel, ihre Autor*innen und Übersetzer*innen sind:

 

Meine Homère ist tot (Homère est morte …) von Hélène Cixous, aus dem Französischen von Claudia Simma

Der Kadaverräumer (A dögeltakarító) von Zoltán Danyi, aus dem Ungarischen von Terézia Mora

Stirb doch, Liebling (Matate, amor) von Ariana Harwicz, aus dem argentinischen Spanischen von Dagmar Ploetz

Saison der Wirbelstürme (Temporada de huracanes) von Fernanda Melchor, aus dem mexikanischen Spanischen von Angelica Ammar

Grenzbezirke (Border Districts) von Gerald Murnane, aus dem Englischen von Rainer G. Schmidt

Monster (Mifletzet HaSikaron) von Yishai Sarid, aus dem Hebräischen von Ruth Achlama

Eine Jury aus angesehenen Literaturkritiker*innen und Literaturwissenschaftler*innen wird sich wie in jedem Jahr am Ende für ein einziges Werk entscheiden müssen, eine Entscheidung, die sicher bei einem so vielschichtigen und qualitativ hochwertigen Angebot nicht leicht zu treffen ist. Und das Publikum wird bereits im Vorfeld der Preisverleihung mit einbezogen. Bei Shared Readings, einer Berliner Initiative, finden Bücherfreunde zusammen, um gemeinsam in der diesjährigen Shortlist zu stöbern, sich über das Gelesene auszutauschen und so das Vergnügen am Lesen zu teilen. Zu dem am Ende preisgekrönten Buch wird es auch 2019 mehrere Lesungen und Diskussionsrunden geben. Fragen zum Arbeitsprozess von Autor*in und Übersetzer*in, zu Rolle und Aufgabe der Übersetzer*innen oder auch zu gegenwärtigen Anforderungen und absehbaren Entwicklungen im Literaturbetrieb bieten ganz sicher reichlich Stoff für anregende Diskussionen. Wir sind also gespannt, wem in diesem Jahr die Auszeichnung zukommen wird.  

Ina Kropeit

* Das Gebäude, in dem sich das Haus der Kulturen der Welt befindet, wird von den Berlinern auch „Schwangere Auster“ genannt, ein herrliches Beispiel für die sprichwörtliche „Berliner Schnauze“ mit ihrer äußerst bildhaften Ausdrucksweise und dem einzigartig trockenen Humor.